Märkische Stiftung
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CD Produktion Johann Friedrich Reichardt
"Gelebte Lieder"

 

 

Die Märkische Stiftung für Gesundheits- und Kulturförderung hat die Produktion der CD mit Liedern von Johann Friedrich Reichardt anlässlich seines 200. Todestages am 27. Juni 2014 (geb. 25.11.1752 in Königsberg, gest. 27.06.1814 in Griebichenstein bei Halle, beerdigt auf dem Bartholomäus-Kirchhof) vor allem auf Gothe Texte, aber auch auf Texte von Schiller, Herder und Becker, finanziert. Darunter auch Lieder, welche bisher nicht auf Tonträger veröffentlicht sind. Der Hallenser Tenor Reinaldo Dopp wird, begleitet auf einem historischen Hammerflügel, die Aufnahmen im Februar 2014 in der Laurentiuskirche Halle aufnehmen. Produziert wird die CD von der Leipziger Firma Rondeau Productions. Entstanden ist ein Zyklus, der bei weitem nicht nur für Anhänger guter Gesangs- und Liedkunst als Rarität steht, sondern auch als musikalischer „Leckerbissen“ bezeichnet werden kann.

 

Johann Friedrich Reichardt - Komponist

 

Reichardt (geb. 25.11.1752 in Königsberg, gest. 27.06.1814 in Griebichenstein bei Halle) war Sohn des Stadtmusikus Johann Reichardt und wurde von Kind an in der Musik und besonders im Violinspiel ausgebildet. Als er zehn Jahre alt war, unternahm der Vater mit seinem „Wunderknaben“ Konzertreisen in Ostpreußen. Auf Betreiben von Kant studierte er von 1769 bis 1771 in seiner Vaterstadt und in Leipzig Jurisprudenz und Philosophie. 1771 allerdings entging er einer bürgerlichen Berufswahl durch eine unter „Sturm und Drang“-Zeichen stehenden Virtuosenreise. 1774 kehrte er nach Königsberg zurück und wurde Kammersekretär in Ragnit. 1775 ernannte ihn Friedrich II., dem er seine Oper Le feste galanti als Probestück gesandt hatte, an Johann Friedrich Agricolas Stelle zum königlich-preußischen Hofkapellmeister. Bereits nach zwei Jahren zog er sich zurück, heiratete die Sängerin, Pianistin und Liederkomponistin Juliane Benda (* 14. Mai 1752 in Berlin; † 9. Mai 1783 ebendort) und konzentrierte sich auf die Schriftstellerei und die Komposition von Liedern und Instrumentalwerken.

Auf dem Rückweg von seiner ersten Italienreise 1783 machte er in Wien Station, wobei er Kaiser Joseph II. und Gluck kennenlernte. Weitere Kunstreisen nach Frankreich und England führten nicht zu dem erhofften nachhaltigen Anklang – widerwillig kehrte er nach Berlin zurück. Ab 1786 entwickelte er engere Beziehungen zu Goethe, Herder, Schiller und Hamann. Weitere Versuche (1788), in Paris Fuß zu fassen, scheiterten, jedoch war Reichardt von den Ideen der Revolution begeistert. Nach Erscheinen seiner Vertrauten Briefe (1792) wurde er 1794 als Revolutionssympathisant ohne Pension aus seinem Amt als Hofkapellmeister entlassen und lebte daraufhin erst in Hamburg, wo er das Journal Frankreich herausgab, dann seit 1794 in Giebichenstein bei Halle (Saale). 1796 wurde er begnadigt und zum Salinendirektor in Halle ernannt, von wo er öfter nach Berlin ging, um die Aufführungen seiner Kompositionen zu leiten.

Das von ihm erworbene „Kästnersche Kossätengut“ zu Giebichenstein wurde zur „Herberge der Romantik“. Eine weitere Reise nach Paris (1803) dämpfte seine Begeisterung für die Franzosen und ihre Politik erheblich: Reichardt wurde zu einem Gegner Napoléons. Als vier Jahre später sein Gut durch französische Truppen geplündert wurde, floh er nach Danzig und wurde zum Patrioten und Freiheitskämpfer. Napoléons Bruder Jérôme in Kassel ernannte 1807 den verarmt Zurückgekehrten zum Theaterdirektor. Dieses Zwischenspiel dauerte nur zirka neun Monate. Im November 1809 suchte er Erfolg in Wien. Das Erleben von Haydn, Mozart und Beethoven machte ihn – verspätet – für die Wiener Klassik aufgeschlossen. Er zog sich aber bald nach Giebichenstein zurück, wo er am 27. Juni 1814 an den Folgen eines Magenleidens einsam starb. Sein Grab befindet sich auf dem Hof der Kirche St. Bartholomäus in Halle.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reinaldo Dopp - Tenor

 

geboren in Perleberg als Sohn eines Kaufmanns und einer Apothekerin, hat das Zusammenwirken von Klangsinnlichkeit und Körpergefühl als elementare Kindheitserfahrung erlebt, widmet sich dennoch erst mit 22 Jahren ganz der Musik.

-  Studium der Kirchenmusik und des Gesangs in Halle/Saale, A-Examen Kirchenmusik 2001,    künstlerische Reifeprüfung Konzert- und Liedgesang 2003, Gesangs- und Orgel-   Meisterkurse u.a. bei Guy Bovet und Ruth Ziesak

-  seit 2004 regelmäßige solistische Tätigkeit als Oratoriensänger, Zusammenarbeit mit    herausragenden Persönlichkeiten der Alten Musik-Szene, u.a. Ludger Rémy

-  Mitwirkung bei Rundfunk- und CD-produktionen

-  erste Bühnenprojekte Tetzel in »Luther« von Dietrich Lohff, 2005/2007, Ballettoper    
»Les Quatre Saisons« von Johann Christoph Schmidt, 2006

-  Debut als Liedsänger mit der »Winterreise« von Franz Schubert, Händelhaus Halle 2008

 

Albrecht Hartmann – Hammerflügel


geboren 1964, erhielt seine erste Ausbildung am Konservatorium "Georg Friedrich Händel" in Halle/Saale. Nach verschiedenen Preisen bei nationalen Schüler- und Jugendwett­bewerben studierte er von 1981 bis 1987 an der Leipziger Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ im Hauptfach Klavier bei Prof. Günter Kootz. Meisterkurse führten ihn zu den Professoren Rudolf Fischer, Amadeus Webersinke, Rudolf Kehrer und Bernard Ringeissen. Nach dem Staatsexamen und Diplom begann Albrecht Hartmann als Lehrkraft für Klavier an der Martin-Luther-Universität Halle und ist heute dort künstlerischer Mitarbeiter am Institut für Musik­­­­. Weiterhin lehrt er an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig im Fach Solorepetition. Als Solist und Kammermusikpartner konnte er mehrere internationale Wettbewerbspreise erringen, so z. B. 1988 beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig, 1989 beim Internationalen Klavierwettbewerb Köln und 1990 beim Internationalen Kammer­musik­wettbewerb der Stadt Florenz. Seither konzertiert Albrecht Hartmann solistisch sowie als Liedbegleiter und Kammermusikpartner. Konzertreisen führten ihn nach Ungarn, Polen, Frankreich und in die USA.

 

 

 

 

 

 

 

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